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Musikerzentrum in Barmbek mit Proberäumen

Frau spielt Bass © stefan_weis - Fotolia.com

Schon länger ist ein Musikerzentrum in Hamburg Barmbek geplant. Nun scheint es langsam konkret zu werden.

Der Baubeginn soll anscheinend Anfang 2013 sein. Hierfür wurde ein Umfangreiche Studie über die Situation von Musikern in Hamburg in Auftrag gegeben. Hier geht es um die finanzielle Situation und auch die Proberaum Situationen. Aus 80 geplanten Proberäumen in 2009 scheinen jetzt nur noch 28 Proberäume geworden zu sein. Es soll auch ein Club und ein Laden geben.

Was ich allerdings nicht verstehe, ist wieso so was jetzt 12,9 Millionen Euro kosten muss. Wir haben so viele leer stehende Büroräume, die man ggf. nur etwas umbauen müsste und schon hätten wir neue Proberäume für Hamburg. Stattdessen werden die vorhandenen Luftschutzbunker von der Stadt verkauft und die Bands kurzer Hand auf die Straße gesetzt.

In der Studie kam auch raus, dass die meisten Musiker einen eigenen Proberaum haben möchten, den sie sich nur mit ein zwei anderen Bands teilen wollen. Stundenweise anmieten kommt nur für einen kleinen Teil von Euch in Frage. Aber was bedeutet das?

Es gibt 28 neue Proberäume und gleichzeitig verschwinden vermutlich genauso viele an einer anderen Stelle in Hamburg.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bunker in der Otzenstraße nach Fertigstellung der Eigentumswohnungen davor wieder mal geschlossen wird ist recht hoch. Das heißt theoretisch können die Bands aus der Otzenstraße dann in dem neuen Musikerzentrum unter kommen und an der Proberaumsituation in Hamburg hat sich mal wieder nichts geändert.

Werden die Räume Stundenweise zu einem fairen Preis vermietet, hätten auf jeden Fall mehr Bands etwas davon. Klar kann man dann nicht sein eigenes Equipment benutzen, aber es würde einfach mehr Musikern die Möglichkeit bieten einen Proberaum 1-2 mal die Woche zu nutzen.

Ich bin gespannt, ob der Baubeginn dann tatsächlich Anfang 2013 ist und wie viele Proberäume es dann tatsächlich werden und wie die Konditionen dort dann sind. Das sich dadurch die allgemeine Situation in Hamburg wirklich nennenswert verbessert sehe ich bis jetzt noch nicht.